Bezeichnung der Verglasungen nach DIN EN 356

Um Fenster oder Glastüren gegen Einbruch zu sichern, sollte Verbundsicherheitsglas („Panzerglas“) eingesetzt werden. Dieses besteht aus zwei oder mehreren Glasschichten, die mit Kunststofffolie oder Spezialharz fest verbunden werden. In der DIN-Norm EN 356 werden verschiedene Widerstandsklassen für die Durchwurfhemmung und Durchbruchhemmung von Sicherheitsglas definiert. Die Kürzel dieser Klassen beginnen mit dem Buchstaben P, gefolgt von einer Ziffer, die die Widerstandsklasse angibt, gefolgt von dem Buchstaben A für durchwurfhemmende und B für durchbruchhemmende Verglasung. Die Polizei empfiehlt Verglasungen ab der Sicherheitsklasse P4A.

Die Durchwurfhemmung wird geprüft, indem eine Metallkugel mit 10 cm Durchmesser und 4,11 kg Gewicht aus verschiedenen Höhen auf verschiedene Stellen einer 110×90 cm große Prüfscheibe fallen gelassen wird.

DIN EN
356
DIN 52290-3
DIN 52290-4
VdS DIN EN
1627
Fall-
höhe
Wieder-
holungen
Weitere Prüfung
P1A 1,5 m 3
P2A A1 3 m 3
P3A A2 6 m 3
P4A A3 EH01 RC2 9 m 3 Einbruchhemmung gegen körperliche Gewalt
P5A EH02 RC3 9 m 3×3 Einbruchhemmung gegen einfache Werkzeuge wie z. B. Schraubendreher, Zange und Keile

Bei der Prüfung der Durchbruchhemmung wird versucht, mit einer maschinell geführten Axt in eine 110×90 cm große Scheibe einen 40×40 cm großen Durchbruch zu schlagen. Die Axt wiegt dabei 2 kg und wird mit 11 m/s (39,6 km/h) bewegt.

DIN EN
356
DIN 52290-3
DIN 52290-4
VdS DIN EN
1627
Anzahl
Schläge
Weitere Prüfung
P6B B1 EH1 RC4 30 Einbruchhemmung gegen Nageleisen oder Verwendung eines zweiten Schraubendrehers
P7B B2 EH2 50 Einbruchhemmung gegen z.B. Sägen, Hammer, Schlagaxt, Stemmeisen und Meißel, Akku-Bohrmaschine
P8B B3 EH3 70 Einbruchhemmung gegen Elektrowerkzeuge wie z.B. Bohrmaschine, Stich- oder Säbelsäge und Winkelschleifer