Tür und Fenster

Türen

An Türen macht eine Mehrfachverriegelung (DIN 18251) mit Stangenverriegelung oder eine Verriegelung mit Schwenkhaken Sinn (DIN 18104 Teil 1).
Es sollten Profilzylinder zertifiziert nach DIN 18252 mit Bohrschutz sowie Schutzbeschläge nach DIN 18257 mit Ziehschutz verwendet werden.
Denken Sie nicht nur daran, die Schließseite der Tür zu sichern, sondern auch die Bandseite, also die Seite, an der die Tür im Rahmen hängt. Hier können so genannte Hintergreifhaken (DIN 18104 Teil 1, mindestens vier) zum Einsatz kommen, damit die Tür nicht einfach ausgehängt werden kann.
Die Türzarge (Türrahmen) muss fest mit dem Mauerwerk verbunden und druckfest hinterfüttert sein. Außerdem muss das Türblatt stabil sein (mindestens 40 mm dick, wenn aus Holz).
Ein Kastenriegelschloss als Türspaltsperre hilft dabei, dass die Tür nur einen Spaltbreit geöffnet werden kann.
Idealerweise lassen Sie nachträglich einen Türspion, möglichst mit Weitwinkel) einsetzen.
Auch Glaselemente in Türen sollten nachgerüstet werden – etwa durch geprüfte Folien, aufschraubbare Plexiglasscheiben oder im Idealfall eine durchwurfhemmende P4A-Verglasung (DIN EN 356).

Fenster

Bei der Nachrüstung von Fenstern wird der vorhandene Dreh-Kipp-Beschlag ausgebaut und gegen eine Pilzkopfzapfenverriegelung (DIN 18104 Teil 2) ausgetauscht. Die Pilzkopfzapfen verhindern das Heraushebeln des Fensters.
Das normale Fensterglas sollte durch eine durchwurfhemmende P4A-Verglasung (DIN EN 356) ersetzt werden.
Abschließbare Griffe (DIN 18267) können die Sicherheit von Fenstern zusätzlich erhöhen. Diese sind meist Teil der geprüften Produkte. Dabei gilt: Immer den Schlüssel abziehen!
Neben der innenliegenden Nachrüstung von Fenstern kommen auch aufschraubbare Lösungen (DIN 18104 Teil 1) in Frage. Achten Sie hier jedoch unbedingt auf eine VdS-Zertifizierung